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Kunsthalle – Tanzende Bilder

In der Tübinger Kunsthalle eröffnet am morgigen Freitag die Ausstellung „Dancing With Reality“ mit Werken des New Yorker Pop-Art-Klassikers Alex Katz

TÜBINGEN. Er konnte nicht kommen aus New York. Alex Katz ist 98 Jahre alt. Vielleicht ist er der letzte lebende Vertreter der Pop Art, die seit den Sechzigerjahren weltweit Furore machte mit Namen wie Claes Oldenburg, Andy Warhol oder Roy Lichtenstein. Reduziert, vielfältig, facettenreich, aber in Malerei und Plastik gegenständlich – als Kontrapunkt zu einem übermächtigen Abstrakten Expressionismus. Und natürlich ist Alex Katz mehr als nur Vertreter. Über lange Jahrzehnte hinweg hat er einen eigenen Stil entwickelt, seine Handschrift, die wiedererkennbar ist. Ein paar Essentials der Pop Art (wie kapitalistischer Konsum, das Plakative oder der Comic) blieben.

Es gehört zum Rahmen der Ausstellung, dass die Tübinger Kunsthalle über das erste Werk verfügt, das der Pop Art zugerechnet wird, sie sogar begründet hat: David Hamiltons 1956 geschaffene Collage „Just What Is It That Makes Today’s Homes So Different, So Appealing?“ Das ist in seiner Erscheinung weit weg von dem, was sich jetzt in den Räumen der Kunsthalle auf der Wanne den Blicken der Besucher bietet. Die thematisch und chronologisch so sinnfällige Retrospektive zeigt die Werke von Alex Katz in einem geradezu traumhaft leichten Rhythmus, der genau diesen Namen verdient: „Dancing With Reality“. Da ist Direktorin Nicole Fritz und ihrem Team etwas ganz Großartiges gelungen. Neben Porträts aus Musik, Tanz, Schauspiel und Mode war auch die Natur, waren die Elemente Thema dieses Schaffens.

(morgen mehr)

Info: Die Ausstellung „Alex Katz: Dancing With Reality“ wird am morgigen Freitag um 19 Uhr in der Tübinger Kunsthalle, Philosophenweg 76, eröffnet. Bis zum 13. September 2026 ist sie dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr, donnerstags bis 19 Uhr und auch an allen Feiertagen zu sehen.

Fotos: Martin Bernklau
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