In den Wandel-Hallen ist die Ausstellung „Move! Scheinbar kinetisch“ mit Werten aus den Beständen des Kunstmuseums Reutlingen I konkret zu sehen
REUTLINGEN. Wirkliche Bewegung gibt es nicht – kein Mobile, keine Installation mit Motor, keine Kinetik. Deshalb ist „Move!“ eher als Aufforderung zu verstehen für das, was diese konkrete Kunst aus den Beständen der gleichnamigen Abteilung des Reutlinger Kunstmuseums zeigt: gut 80 Werke von 46 Künstlern aus 16 Ländern. Oberbürgermeister Thomas Keck hat die Ausstellung am gestrigen Donnerstagabend – volles Haus – im Obergeschoss der Wandel-Hallen eröffnet. Er deutete das Motiv der Bewegung auch als Veränderung.
Holger Kube Ventura, der das Kunstmuseum I konkret leitet, hat die Ausstellung aus den reichen Beständen des Hauses kuratiert. Er konnte nicht nur die vielen Klassiker der konzeptuellen und konkreten Kunst, aber auch der Op Art oder des Konstruktivismus gerade seit den Sechzigerjahren erläutern. Er durfte auch vier zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler begrüßen, die diese Stilrichtungen in einem weiteren Sinne fortführen. Steffen Schlichter zum Beispiel ziert mit seinen „New York Tapes“ den Katalog. Vielleicht hätten er und der OB auch erwähnen können, wem diese bedeutsame Sammlung zu verdanken ist: dem eigenwilligen Firmenerben, Sammler, Stifter und Schenker Manfred Wandel und seiner Gefährtin Gabriele Kübler (beide im Jahr 2021gestorben). Auch Bruder Albrecht und Sohn Robert Wandel haben da ihre Verdienste.
(später mehr)
Info: Die Ausstellung „Move! Scheinbar kinetisch“, von Holger Kube Ventura kuratiert, ist bis zum 28. Februar 2027 in den Reutlinger Wandel-Hallen, Eberhardstraße 14, zu sehen. Geöffnet ist Di bis So von 11 bis 17 Uhr, donnerstags bei freiem Eintritt bis 20 Uhr (montags, an Heiligabend und Silvester geschlossen). Jolanda Bozzetti hat ein vielfältiges Beiprogramm organisiert.
